Mit BreakThru! wirft Dominik diesmal einen Blick auf einen eher vergessenen Puzzle-Titel für das Super Nintendo Entertainment System, der von niemand Geringerem als Alexey Pajitnov, dem Schöpfer von Tetris, mitentwickelt wurde. Veröffentlicht wurde das Spiel von Spectrum HoloByte. Damals wurde BreakThru! vielerorts mit der großen Hoffnung beworben, vielleicht „das nächste Tetris“ zu werden – ein Anspruch, den Anfang der 90er erstaunlich viele Puzzle-Spiele verfolgten.
Dominik erinnert sich noch gut daran, wie der Name Alexey Pajitnov damals automatisch Aufmerksamkeit erzeugte. Spiele wie Dr. Mario oder Columns versuchten ebenfalls, den nächsten großen Puzzle-Hit zu landen. Beim erneuten Spielen von BreakThru! wird allerdings schnell klar, dass sich das Spiel aus heutiger Sicht deutlich langsamer und methodischer anfühlt als moderne Genrevertreter. Statt hektischer Match-3-Ketten setzt es auf ein ruhigeres Match-Two-Prinzip, bei dem strategisches Vorgehen wichtiger ist als reine Geschwindigkeit.
Gerade dieser Blick zurück macht das Spiel für Dominik interessant. Während heutige Puzzle-Giganten wie Bejeweled das Genre später wesentlich dynamischer, bunter und unmittelbarer gestaltet haben, erkennt man in BreakThru! bereits viele frühe Ansätze dieser Ideen. Es wirkt heute weniger wie ein zeitloser Klassiker, sondern eher wie ein wichtiger Zwischenschritt innerhalb der Evolution von Puzzle-Spielen. Genau das macht den Reiz des Let’s Plays aus: weniger die Suche nach einem verlorenen Meisterwerk, sondern vielmehr das Verständnis dafür, wie sich Spielmechaniken über Jahrzehnte entwickelt haben.
Optisch und spielerisch bleibt BreakThru! klar in seiner Zeit verankert. Das Spiel setzt auf einfache Präsentation und konzentriert sich fast vollständig auf seine Mechaniken. Dadurch fehlt ihm zwar die perfekte Minimalistik von Tetris oder die unmittelbare Zugänglichkeit späterer Match-3-Spiele, gleichzeitig zeigt sich aber auch, wie experimentierfreudig das Genre damals war. Für Dominik fühlt sich der Titel heute deshalb eher wie ein historisches Dokument an als wie ein Spiel, zu dem man dauerhaft zurückkehrt.
Unterm Strich sieht Dominik BreakThru! nicht als verborgenes SNES-Meisterwerk, sondern als spannenden Baustein der Puzzle-Geschichte. Aus moderner Sicht wirkt vieles überholt, doch historisch betrachtet war das Spiel durchaus relevant und wahrscheinlich genau das, was viele Spieler damals gesucht haben: ein entspannter, strategischer Puzzle-Titel mit frischen Ideen. Für Retro-Fans, die sich für die Entwicklung des Genres interessieren, bleibt BreakThru! deshalb ein faszinierender Blick zurück in eine Zeit, in der noch niemand genau wusste, wohin sich Puzzle-Games einmal entwickeln würden.
