Dominik greift diesmal zu Astrosmash, einem der bekanntesten Titel für das Intellivision, entwickelt und veröffentlicht 1981 von Mattel Electronics. Der Arcade-Shooter setzt auf ein extrem reduziertes, aber wirkungsvolles Spielprinzip: Ein Raumschiff bewegt sich ausschließlich horizontal am unteren Bildschirmrand und feuert nach oben auf herabstürzende Asteroiden, Bomben und angreifende UFOs. Ziel ist es, die Basis zu schützen und so lange wie möglich zu überleben. Mit zunehmender Spieldauer steigen Tempo und Gefahren, zusätzliche Leben belohnen präzises Spiel – genau jene Art von Endlos-Loop, die schon damals für den typischen „eine Runde geht noch“-Effekt sorgte.
Technisch zeigt Astrosmash, wie klar und funktional frühe Achtziger-Jahre-Spiele gestaltet waren. Große, gut erkennbare Sprites, deutliche Explosionen und sofortiges Feedback bei Treffern oder Beinahe-Kollisionen sorgen dafür, dass man nie den Überblick verliert. Die akustische Untermalung beschränkt sich auf einfache Signaltöne, die das Geschehen punktgenau begleiten und den Fokus ganz auf Reaktion und Timing lenken. Gerade diese Schlichtheit trägt viel zum zeitlosen Reiz des Spiels bei.
Dominik kannte ursprünglich vor allem Kampf im Asteroidengürtel, die Atari-2600-Variante, die damals über Quelle vertrieben wurde. Erst viele Jahre später kam er durch Retro Gamer in Kontakt mit einer originalgetreuen Umsetzung von Astrosmash und erkannte sofort die Verwandtschaft zum alten Favoriten. Beim erneuten Spielen fallen die Unterschiede deutlich auf: Statt horizontal zu schießen, feuert man hier vertikal, zusätzliche Leben sind großzügiger verteilt und können weit über 20 hinaus gesammelt werden, und Bomben lassen sich im Gegensatz zur Atari-Version teilweise umgehen, ohne sofort ein Leben zu verlieren. Die bekannten UFOs, die quer über den Bildschirm ziehen und den Boden beschießen, sind in beiden Fassungen vorhanden. Insgesamt empfindet Dominik Astrosmash selbst auf höheren Stufen als fairer ausbalanciert, auch wenn das Spiel praktisch kein Ende kennt. Nach rund 30 Minuten beendete er seinen Lauf mit über 127.000 Punkten – ein Ergebnis, das zeigt, wie motivierend das System auch heute noch funktioniert.
Rückblickend ist für ihn klar: Hätte damals ein Intellivision im Wohnzimmer gestanden, wäre Astrosmash vermutlich genauso häufig gestartet worden wie die Atari-Version in den mittleren Achtzigern. Der Titel ist kein revolutionärer Meilenstein, aber ein hervorragend umgesetzter Vertreter früher Konsolen-Action, der seine Idee konsequent durchzieht und bis heute für kurze, intensive Sessions bestens geeignet ist. Als klassisches Beispiel minimalistischen Spieldesigns bleibt Astrosmash ein fester Bestandteil der frühen Shooter-Geschichte und ein schöner Beleg dafür, wie langlebig einfache, saubere Konzepte sein können.
