Mit Micro Machines gelang Codemasters Anfang der 90er-Jahre einer der kreativsten Rennspieltitel seiner Zeit. Statt auf klassischen Rennstrecken fahren die winzigen Fahrzeuge über Schreibtische, Küchentische und andere Alltagsumgebungen, die durch den ungewöhnlichen Maßstab zu spektakulären Rennkursen werden. Die SNES-Version übernimmt dieses Konzept nahezu unverändert und setzt dabei vor allem auf schnelle Arcade-Rennen und direkte Duelle.
Dominik kam ursprünglich über Micro Machines 2: Turbo Tournament mit der Serie in Berührung, das viele Ideen des Originals weiter ausbaute. Dennoch macht auch der erste Teil noch heute eine gute Figur. Besonders in Mehrspielerpartien entfaltete das Spiel damals sein volles Potenzial. Gemeinsam mit Freunden wurde unzählige Stunden gefahren, oft sogar mit vier Spielern gleichzeitig. Mit der Zeit lernte die Gruppe sogar, die dynamische Kameraführung in den Duellen gezielt auszunutzen, was den Rennen eine zusätzliche taktische Komponente verlieh.
Für diese Aufnahme trat Dominik mangels menschlicher Gegner gegen die KI an. Dabei zeigt sich, dass der Einzelspielermodus zwar solide unterhält, aber nicht ganz die Faszination erreicht, die das Spiel im direkten Wettkampf mit Freunden entfaltet. Gerade die später in Micro Machines 2 eingeführten Ligasysteme sorgten hier für spürbare Verbesserungen. Trotzdem bleibt das ursprüngliche Micro Machines ein bemerkenswert innovatives Rennspiel, das den Grundstein für eine der beliebtesten Multiplayer-Serien der 16-Bit-Ära legte und auch heute noch Retro-Fans begeistern kann.
