Mit Episode 5: City of Light erreicht Batman: The Telltale Series, entwickelt und veröffentlicht von Telltale Games, seinen großen Abschluss. Die finale Episode führt konsequent alle Entscheidungen und Konflikte zusammen, die sich über die gesamte Staffel aufgebaut haben. Batman steht den „Children of Arkham“ endgültig gegenüber, während gleichzeitig die Zukunft Gothams und die Frage nach Bruce Waynes eigener Identität auf dem Spiel stehen.
Besonders gelungen findeich, wie stark das Finale die Auswirkungen früherer Entscheidungen spürbar macht. Beziehungen zu Figuren, moralische Grundsätze und frühere Handlungen beeinflussen sichtbar, wie sich einzelne Szenen entwickeln und wie Batman von seinem Umfeld wahrgenommen wird. Dadurch fühlt sich City of Light nicht wie ein simples Ende an, sondern wie der tatsächliche Abschluss einer individuell geformten Geschichte. Genau das hebt die Staffel für ihn von vielen anderen interaktiven Adventures ab.
Auch inszenatorisch fährt die Episode noch einmal alles auf. Große Actionsequenzen, starke Lichtkontraste und die düstere Atmosphäre Gothams sorgen für ein sehr filmisches Finale. Der Soundtrack unterstützt diese Stimmung mit dramatischen und teilweise fast tragischen Motiven, während die Zwischensequenzen den Eindruck einer hochwertigen Batman-Serie vermitteln. Trotz der typischen Telltale-Formel wirkt das Finale dadurch deutlich größer und emotionaler als viele andere Episoden der Reihe.
City of Light ist ein gelungener und würdiger Abschluss der Staffel. Die Episode zeigt sehr deutlich, dass Batman: The Telltale Series weniger auf klassische Superhelden-Action setzt, sondern vor allem auf Charakterentwicklung, moralische Entscheidungen und die Frage, was Batman und Bruce Wayne eigentlich voneinander unterscheidet. Gerade weil die Entscheidungen des Spielers spürbare Konsequenzen haben, bleibt das Finale lange im Gedächtnis und rundet die Geschichte überzeugend ab.
