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Don Duality – Let’s Play

Mit Don Duality wirft Dominik einen Blick auf ein ungewöhnliches Indie-Konzept, das Restaurant-Management mit Mafia-Simulation verbindet. Die Grundidee klingt zunächst erfrischend: Tagsüber wird ein scheinbar legales Lokal geführt, während im Hintergrund krumme Geschäfte laufen, Geld gewaschen und Kontakte gepflegt werden. Entwickelt wurde das Spiel von Königsborgs und veröffentlicht von Ravenage Games, und gerade in den ersten Minuten entfaltet dieses Szenario durchaus seinen Reiz.

Zu Beginn funktioniert der Spielablauf gut. Entscheidungen rund um Personal, Einnahmen und illegale Aktivitäten greifen ineinander und sorgen für kurze Momente strategischer Spannung. Das Wechselspiel zwischen Küche, Kasse und Unterwelt fühlt sich stimmig an und macht neugierig auf mehr. Doch schon nach kurzer Zeit zeigt sich die größte Schwäche von Don Duality: Die Abwechslung bleibt auf der Strecke. Die Abläufe wiederholen sich sehr schnell, neue Impulse oder überraschende Wendungen bleiben aus, und der Spielrhythmus wird vorhersehbar.

Besonders problematisch empfindet Dominik das Gerichts-System. Sobald es dort schiefgeht, fühlt sich der Rückschritt weniger wie eine faire Konsequenz an, sondern eher wie eine unnötige Strafe. Anstatt zu motivieren, noch einmal klüger zu planen, sorgt dieser Mechanismus vor allem für Frust. Das nimmt dem Spiel viel von seinem anfänglichen Charme und macht längere Sessions zunehmend anstrengend.

Unterm Strich ist Don Duality ein interessantes Experiment mit einer starken Idee, das jedoch nicht genug spielerische Tiefe entwickelt, um dauerhaft zu fesseln. Für kurze Sessions kann das Spiel durchaus unterhalten, vor allem wenn man Freude an ungewöhnlichen Management-Ansätzen hat. Wer jedoch nach langfristiger Motivation oder komplexer Weiterentwicklung sucht, dürfte schnell an die Grenzen dieses Mafia-Restaurant-Hybrids stoßen.

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