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Pharaoh’s Curse – Let’s Play

Dominik widmet sich diesmal Pharaoh’s Curse, einem eher unbekannten Actionspiel für das Atari 2600, das 1983 erschienen ist. Entwickelt und veröffentlicht wurde der Titel von TechnoVision. Inhaltlich dreht sich alles um unterirdische Grabkammern, Fallen und feindliche Kreaturen in einem klar von frühen Arcade-Maze-Spielen inspirierten Spielprinzip. Für dieses Let’s Play hat Dominik das Spiel erneut auf originaler Atari-2600-Hardware gestartet und in etwas mehr als zwei Minuten exakt 10.000 Punkte erreicht. Keine Rekordleistung, aber ein guter Einblick darin, wie sich das Spiel entwickelt und wie schnell das Tempo anzieht.

Optisch ist Pharaoh’s Curse ein typisches Produkt seiner Zeit. Große Farbflächen, einfache Sprites und abstrakte Umgebungen lassen viel Raum für die eigene Fantasie. Die ägyptische Grab-Thematik wird eher angedeutet als detailliert dargestellt, was auf dem Atari 2600 allerdings vollkommen üblich war. Musik gibt es praktisch keine – stattdessen setzt das Spiel komplett auf klassische Atari-Soundeffekte, die den Arcade-Charakter zusätzlich unterstreichen und sofort dieses typische frühe Achtzigerjahre-Gefühl erzeugen.

Für Dominik gehört Pharaoh’s Curse zu jener Kategorie von Spielen, die früher vor allem in der eigenen Vorstellung existierten. Als Kind faszinierten ihn alte Kulturen und archäologische Abenteuer, und allein die Verpackung sowie Katalogbilder reichten aus, um daraus riesige Fantasiewelten entstehen zu lassen. Tatsächlich gespielt hatte er den Titel damals jedoch nie. Erst viele Jahre später tauchte das Spiel durch Nostalgie wieder auf seinem Radar auf. Natürlich war die Vorstellung aus der Kindheit am Ende spektakulärer als das eigentliche Spiel, doch genau das macht solche Rückblicke oft interessant. Spielerisch erinnert Pharaoh’s Curse stark an Dig Dug, allerdings etwas rauer und weniger ausgereift. Nach mehreren Sessions kommt Dominik dennoch zu einem positiven Fazit: Für seine Zeit war das Spiel absolut solide und durchaus unterhaltsam. Es erreicht zwar nicht die Klasse seiner offensichtlichen Vorbilder, funktioniert aber noch immer erstaunlich gut für kurze Retro-Sessions.

Unterm Strich bleibt Pharaoh’s Curse ein typischer Vertreter der frühen Atari-2600-Ära: simpel, direkt und stark von der eigenen Fantasie getragen. Gerade darin liegt heute ein großer Teil seines Reizes. Auch wenn es nie zu den ganz großen Klassikern des Systems gehörte, zeigt das Spiel sehr schön, wie damals schon mit einfachen Mitteln Abenteuergefühl und Neugier erzeugt wurden – lange bevor Gameplay-Videos oder Internet-Trailer alltäglich waren.

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