Mit Intravenous 2, entwickelt von Explosive Squat Games und veröffentlicht von HypeTrain Digital, beginnt Dominik hier mit der ersten Mission eines kompromisslosen Top-Down-Stealth-Shooters, der spürbar zwischen Planung und plötzlicher Eskalation pendelt. In rund zwanzig Minuten wird die komplette Mission von der Einsatzbesprechung bis zum Abschluss durchgespielt und zeigt sehr gut, worauf der Titel hinauswill: vorsichtiges Vorgehen, genaue Beobachtung und im Ernstfall gnadenlose Gewalt.
Beim Spielen wird schnell klar, dass Intravenous 2 kein Spiel für nebenbei ist. Die Steuerung ist komplex und verlangt dem Spieler einiges ab, gerade wenn Situationen hektisch werden. Nicht jede Eingabe fühlt sich jederzeit perfekt an, was in brenzligen Momenten auch mal Nerven kosten kann. Gleichzeitig liegt genau darin ein Teil der Spannung, denn Fehler werden selten verziehen. Die Mischung aus Schleichen, lautlosen Takedowns und offenen Feuergefechten funktioniert gut, wenn man sich auf das System einlässt. Die Geschichte bewegt sich irgendwo im Bereich eines schnörkellosen B-Movie-Thrillers, ist nicht tiefgründig, aber unterhaltsam genug, um den roten Faden durch die Mission zu tragen.
Dominik spielt die erste Mission eher kontrolliert, beobachtet Gegnerbewegungen, nutzt Dunkelheit und Deckung und greift nur dann zur Waffe, wenn es wirklich nötig ist. Fans von Spielen wie Hotline Miami, Door Kickers oder auch taktischeren Titeln à la Shadow Tactics dürften sich hier schnell zuhause fühlen. Intravenous 2 setzt stark auf Freiheit im Vorgehen und belohnt überlegtes Handeln genauso wie saubere Action. Als Einstieg zeigt diese erste Mission sehr gut, welches Spielgefühl einen erwartet: fordernd, stellenweise sperrig, aber spannend genug, um dranzubleiben und sich weiter einzuarbeiten.
